Hauptziel unserer Kurse - auch für Anfänger und Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen - ist es, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, sich auf Italienisch zu verständigen. Auf welche Weise? Wir sind davon überzeugt, daß grammatikalische Strukturen und Wortschatz dafür wichtig sind, gleichzeitig wissen wir jedoch, daß sie nicht ausreichen. Unsere Studenten mögen die Regeln der Sprache beherrschen, im selben Moment aber nicht in der Lage sein, sie auch anzuwenden.
Wenn wir uns unterhalten, benutzen wir die Sprache, um bestimmte Funktionen zu erfüllen: Wir haben zu fragen, zu antworten, zu diskutieren, zu versprechen usw. Außerdem stehen diese Funktionen in einem bestimmten sozio-kulturellen Zusammenhang. Dies sind die beiden grundlegenden Elemente, die aus jeder Unterhaltung eine effiziente Unterhaltung werden lassen. Erst die Interaktion zwischen zwei Partnern oder zwischen dem, der schreibt, und dem, der liest, läßt die Bedeutung der Kommunikation klar erscheinen.
Wodurch gelingt es unseren Lehrern, diese Kenntnisse praktisch umzusetzen? Unser Unterricht hat zum Ziel, die Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmer mittels Spielen, Rollenspielen, Problemlösungen, Dramatisierungen, Hörverständnisübungen und Lektüre zu entwickeln. Der Gebrauch von authentischem Material bietet den Studenten die Möglichkeit, Strategien zu entwickeln zum Verständnis der Sprache wie sie von den Ortansässigen gebraucht wird. Was die in der Klasse eingeübte kommunikative Annäherung so wirksam macht, ist die Möglichkeit von deren unmittelbarer funktionaler Anwendung außerhalb der Schule (in der Bar, im Restaurant, auf der Post oder im Bahnhof beispielsweise). Hier können die erlernten Strategien erprobt werden und erhalten ein unverzügliches feedback.
Dies umso mehr als Montepulciano ein kleiner Ort ist, an dem auch die Ladenbesitzer oder Kellner Teil des Lernprozesses unserer Studenten sind, sie sind bereit zuzuhören, zu unterstützen, Ratschläge zu erteilen und -warum nicht- gemeinsam mit den Studenten über besonders komische Irrtümer zu lachen...
Der Lehrer bleibt die Bezugsperson, derjenige der die Situationen schafft in denen Kommunikation stattfindet, derjenige, der im rechten Moment die entsprechenden Regeln erklärt, der zur Kommunikation herausfordert und die unterstützt, die in Schwierigkeiten geraten. Er ist aber nie die dominante Figur. Wir sind vielmehr überzeugt, daß die Studenten sich trotz der Unterstützung seitens des Lehrers immer im Mittelpunkt des Lernprozesses fühlen müssen. Die Ergebnisse sprechen für sich!